Category: Equipment

Laptop

Auf Reisen möchte ich keinen Zweieinhalb-Kilo-Computer mit mir rumschleppen müssen. Deshalb habe ich ein MacBook Air 11,6 Zoll (Juni 2013)*, das für seine technischen Daten erstaunlich flott funktioniert und dabei noch wunderbar klein und leicht ist und eine ziemlich konkurrenzlose Akkulaufzeit von mindestens 6-7 Stunden (Erfahrungswert) hat. Man kann damit vielleicht keine größeren Videos schneiden, aber unterwegs reicht es mir, wenn ich mein Material sichten, probeweise farbkorrigieren und dann auf einer externen Festplatte sichern kann. Das einzige kleine Manko am MacBook Air ist sein Display (zumindest wenn man von Retina Displays verwöhnte Augen hat), aber solange Apple keinen vernünftigen kleinen Laptop mit Retina rausbringt, kann ich sehr gut darüber hinwegsehen.

 

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Kamerarucksack

Ich nutze auf Reisen den Lowepro Rover Pro 45*, der die beste Kombination aus Kamera- und Trekkingrucksack darstellt, ohne in einer der beiden Kategorien ein Kompromiss zu sein. Er hat zwei herausnehmbare Taschen mit jeweils mehreren Trennwänden, die man beliebig verschieben kann, wie man das von anderen Fotorucksäcken schon kennt. Da hinein passt alles an Equipment, was man bereit ist, länger als eine halbe Stunde zu tragen (und vermutlich noch etwas mehr). Zusätzlich hat er alle weiteren für die digitale Fotografie und Filmerei relevanten Fächer für z.B. Filter und Speicherkarten und darüber hinaus – was ihn eben von anderen Fotorucksäcken unterscheidet – ist die obere Hälfte des Rucksackes ein großes, offenes Fach, in das man alles hineinbekommt, was man beispielsweise für ein Wochenende in den Bergen braucht.

 

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Filter

Eine der Grundregeln beim Filmen ist, dass die Belichtungszeit immer halb so lang sein sollte wie die Menge der Bilder, die pro Sekunde aufgenommen werden – das ist die sogenannte 180°-Shutter-Regel. Klingt kompliziert, ist es aber eigentlich nicht. Bei 25 Bildern pro Sekunde sollte die Belichtungszeit bei 1/50 Sekunde liegen, bei 50 Bildern pro Sekunde 1/100 und so weiter…

Um im hellen Tageslicht so eine lange Verschlusszeit zu erreichen und trotzdem noch die Kontrolle über die Blende und somit auch die Schärfentiefe zu behalten, braucht man ND-Filter (Graufilter). Man kann sich die Mühe machen, eine Palette verschiedener Filterstärken mit sich herumzutragen und ständig Filter zu wechseln, oder man nimmt einen Vario-ND-Filter. Die beste Leistung bietet laut Vergleichstests der Tiffen Variable ND*, der zwar nicht der günstigste ist, aber ich zahle lieber ein paar Euro mehr, als mir mit einem minderwertigen Filter die Bilder zu versauen. Ich empfehle dringend, die 82mm-Variante zu nehmen und entsprechend von den kleineren Objektiven Step-Up-Adapter* zu verwenden – so kann man sich die Anschaffung mehrerer Filter sparen. Der einzige Nachteil an dem Tiffen ist, dass er vorne kein Filtergewinde hat und man dadurch keinen Objektivdeckel drauf machen kann. Die günstigen festen NDs von Haida* sind auch ein sehr guter Deal – nur nicht so komfortabel.

Für Langzeitbelichtungen bei Tageslicht (z.B. von Wasserfällen) muss mindestens ein ND1000* ran.

 

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Stabilisierung

Die kleinen Systemkameras sind in puncto Bildqualität inzwischen nahezu ein vollwertiger Ersatz für eine professionelle Videokamera, sie haben aber durch ihr geringes Gewicht den Nachteil, dass man sie nicht wirklich stabil in der Hand halten kann – es entsteht je nach Brennweite ein leichtes bis unansehnliches Zittern (zumindest wenn man nicht gerade eine Kamera mit stabilisiertem Sensor wie die A7sII* hat). Deshalb habe ich verschiedene Optionen, meinem Filmmaterial zu der gewünschten Stabilität zu verhelfen, je nach Art der Reise.

Für die meisten Reisen packe ich so leicht wie möglich und für diesen Fall habe ich das Joby Gorillapod Focus mit Kugelkopf Ballhead-X*, welches ich außer im klassischen Sinne hin und wieder auch als Schulterstütze verwende. Das funktioniert erstaunlich gut – man muss es einfach nur entsprechend formen. Wenn ich aber weiß, dass ich mehr als nur ab und zu „aus der Hand“ filmen möchte (ich setze das mal in Anführungszeichen, da ich nie komplett ohne weitere Stütze aus der Hand filme), ist das Gorillapod nicht perfekt geeignet – das ist eher eine Notlösung. Ich packe mir dann noch das Edelkrone Pocket Rig* ein, welches zusammengeklappt nicht größer als ein Batteriegriff ist, aber ein deutliches Plus an Stabilität bringt.

Wenn man mit dem Auto verreist und keine mehrtägigen Wanderungen oder Fahrradtouren vorhat, macht es durchaus Sinn, ein etwas größeres Stativ mitzunehmen. In meinem Fall ist das das Cullmann Magnesit 522* mit dem Manfrotto MVH500AH Fluidkopf*, welches in dieser Kombi gerade noch leicht genug ist, um es auf einer Tageswanderung mitzuschleppen – allerdings kann ich es nicht wirklich empfehlen, da man mit dem Kopf nur bis etwa 70mm Brennweite flüssige Schwenks hinbekommt und man das Stativ aufgrund fehlender Halbschale mit Ein- und Ausfahren der Beine nivellieren muss. Wer also ein bisschen Kleingeld auf der hohen Kante hat und nicht unbedingt damit wandern gehen möchte, dem sei das Sachtler Ace* ans Herz gelegt, welches meiner Meinung nach das beste Preis-Leistungs-Gewichts-Verhältnis bei Videostativen besitzt.

 

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Kamera

Die Kamera meiner Wahl, sowohl für Bewegtbild als auch für Fotografie, ist die Sony A7sII*. Sie ist (zusammen mit den anderen Modellen der A7-Reihe) nicht nur die kleinste und leichteste Vollformatkamera mit Wechselobjektiven (und damit optimal zum Reisen), sondern auch die beste Videokamera unter 5000€. Punkt. Wer das nötige Kleingeld nicht hat, kann auch gut auf das Vorgängermodell, die Sony A7s*, zurückgreifen, die ich vorher anderthalb Jahre genutzt habe und stets außerordentlich zufrieden mit ihr war. Ich habe das Upgrade nur durchgeführt, weil mich die interne 4k-Aufnahme und IBIS (In Body Image Stabilization) an der A7sII ziemlich gereizt haben – ob das den Aufpreis wert ist, kann jeder für sich selbst entscheiden.

Die Kamera ist zwar ein Stück teurer als die Standard-Video-DSLR, aber sie ist jeden Cent wert. Warum das so ist, kann Philip Bloom vermutlich besser erklären als ich, aber ich versuche es mal in der Kurzfassung: sehr hoher Dynamikumfang (14 Blendenstufen), S-Log2 mit dem „Film Look“, den ich immer gesucht habe und absolut unglaubliche Low-Light-Fähigkeiten (wirklich brauchbare Bilder und Videos bei 25.600 ISO).

Und das alles wird kombiniert mit allen Vorteilen des spiegellosen Systems, von denen mein Lieblings-Vorteil ist, dass man mit dem entsprechenden Adapter buchstäblich jedes Objektiv ohne Qualitätsverlust daran verwenden kann. In meinem Fall sind das Canon-FD-Objektive, die ich sowieso noch von meiner analogen Fotoausrüstung herumliegen hatte (20-35mm f3.5L — 35mm f2.8 — 50mm f1.4 — 135mm f2.5 — 70-210mm f4.0 — 300mm f4 — 2x Teleconverter) und inzwischen auch Canon EF-Objektive, die den großen Vorteil des eingebauten Bildstabilisators haben (Canon EF 70-200mm 4.0L IS* und Canon EF 24-105mm 4.0L IS*).

Mit dem elektronischen Sucher ist das Fokussieren außerdem einfacher und präziser als bei jeder Spiegelreflexkamera, weshalb ich diese manuellen Schätze durchaus auch zum Fotografieren verwende.

Zugegeben, es gibt auch ein paar Nachteile (z.B. ist das Peaking relativ unbrauchbar und bei 4k-Aufnahme schaltet sich der Monitor auf Sparflamme), aber da es für diesen Preis nichts vergleichbares gibt, muss man darüber wohl einfach mal hinwegsehen.

 

Film Look mit Aufnahmen aus der A7s (Mark 1).

 

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