Category: Reiseblog (page 1 of 5)

Mindelo

Bei meiner Ankunft am Flughafen von São Vicente habe ich keine Lust, 10€ für ein Taxi zu zahlen, also gehe ich zur Hauptstraße, um auf ein Aluguer zu warten. Stattdessen kommt ein Mann mit einem Pickup vorbei, der mich nach einigem Verhandeln auch für 2€ mitnimmt. Auf dem Weg nach Mindelo kommen wir an diversen Schiffswracks vorbei, sogar ein sowjetisches Schiff mit Hammer und Sichel ist dabei – sowieso ist das so ein Ding auf den Kapverden, überall liegen einfach Schiffswracks und keiner hat Bock, sie aufzuräumen. Ich lade meine Sachen beim Simabo Hostel ab und gehe eine Runde baden. Der Strand hat weißen, groben Sand und extrem türkises Wasser (ähnlich wie in der Blue Lagoon in Island, ich vermute dass auch hier irgendeine Wechselwirkung mit dem Sand damit zu tun hat) und man hat Blick auf Berge ringsherum und diverse Schiffe, die in der Bucht liegen und von denen man auch nicht genau sagen kann, ob sie schon Wracks sind oder noch intakt. Wenn man wie ich ein Freund der gepflegten Industrieromantik ist, hat das auf jeden Fall großen Charme. ganzen Beitrag anzeigen

Santo Antão

Schon die Überfahrt nach Santo Antão ist ein großes Highlight, denn links und rechts von der Fähre kann man immer wieder fliegende Fische beobachten, die teilweise locker über 50 Meter durch die Luft gleiten und flattern. Wahnsinnig faszinierend. Ich mache mir gar nicht die Mühe, zu probieren, das fotografisch festzuhalten – die von der BBC können das eh besser, also schaut euch das einfach hier an (ganz so dramatisch läuft es neben der Fähre natürlich nicht ab). ganzen Beitrag anzeigen

Tarrafal und Ribeira da Prata

Meine Fahrt nach Tarrafal beginnt auf dem „Busbahnhof“ in Praia – einer Straße, an der unzählige Toyota-Kleinbusse aufgereiht sind, an denen unterschiedliche Ziele auf der Insel Santiago geschrieben stehen. Ich werde von einem Mann zu einem Bus geführt und setze mich rein. Zum Glück habe ich meinen großen Rucksack bei Kelber gelassen, sonst hätte ich vermutlich zwei Plätze bezahlen müssen – einen Kofferraum gibt es nämlich nicht. Ich warte noch eine knappe Stunde, bis der Fahrer den Bus endlich komplett voll bekommen hat – 15 Menschen plus Gepäck in einem Auto von der Größe eines VW Bully. Vielleicht könnte man das System auch optimieren, indem eine Abfahrts-Reihenfolge festgelegt wird. So setzen sich die Leute nämlich einfach willkürlich in einen der 20-30 Busse nach Tarrafal und warten darauf, dass andere es ihnen gleich tun. Das kann natürlich dauern, wenn die Auswahl so groß ist. ganzen Beitrag anzeigen

Hip Hop und Homestay in Praia

Ich habe im Vorfeld mit Kelber Monteiro auf Facebook geschrieben, welcher laut eigener Aussage der Produzent einiger junger Rapper in Praia ist und auch deren Musikvideos dreht. Ein wertvoller Kontakt, da ich hier mit dem Ziel bin, verschiedene Musiker dokumentarisch zu begleiten. Er freut sich sehr auf meine Ankunft, weil ich ihm dann Tipps für seine Videos geben kann – ich auf der anderen Seite freue mich sehr, dass ich bei ihm unterkommen und er mich an potentielle Protagonisten vermitteln kann. Eine Win-Win-Situation. ganzen Beitrag anzeigen

Ankunft auf den Kapverden – Boa Vista

Wenn man von Deutschland auf die Kapverden fliegt, gehen die günstigsten Flüge, und zwar mit relativ großem Abstand, nach Boa Vista – eine Insel, die außer Strand-Resorts auf den ersten Blick wirklich nicht viel zu bieten hat. Ich stelle kurz nach meiner recht spontanen Flugbuchung fest, dass meine naive Vorstellung, man könne einfach jederzeit eine Fähre von Insel zu Insel nehmen, überhaupt nicht zutrifft. Von Boa Vista beispielsweise gibt es aktuell gar keine Fähren und über die Mitfahrt auf Frachtschiffen findet man auch keine Erfahrungsberichte. Da mein Portugiesisch auch wirklich rudimentär ist und mir mehrere Einheimische, mit denen ich vorher auf Facebook und Couchsurfing schreibe, bestätigen, dass es eigentlich keine andere Möglichkeit gibt, buche ich für vier Tage später den ersten verfügbaren Flug nach Santiago Island. Aber nun erst mal zu meinen ersten Tagen auf Boa Vista… ganzen Beitrag anzeigen

Festivalfieber in Asolo und ein Mini-Roadtrip durch Venetien

Vor einigen Monaten hatte ich eine Mail in meinem Postfach, ob ich meine Videos „Pictures of South East Asia“ und „30 Years After“ beim Fantadia-Festival zeigen möchte. Ich sage zu (es gibt ja nichts zu verlieren) und entscheide relativ spontan, dass ich eigentlich auch selbst kommen könnte. Gesagt, getan – ich buche die Flüge und ein Mietauto, eine Unterkunft stellt das Festival. Bei der Ankunft am Flughafen wird das vermeintlich spottbillige Mietauto erst mal um ein dreifaches teurer, weil das Transaktionslimit auf meiner Kreditkarte nicht für die Kaution reicht und ich deshalb gezwungen werde, für 100€ eine Versicherung abzuschließen. Meine Laune ist etwas getrübt, aber da ich nichts daran ändern kann, lenke ich meine Gedanken lieber wieder auf positive Dinge, zum Beispiel Essen. Nach vier Wochen Iran ist ein bisschen Abwechslung sehr willkommen und die Pizzeria auf dem Weg nach Asolo hat gute Preise und schmeckt. ganzen Beitrag anzeigen

Gilan

Wir fahren mit Anahitas Mutter zum Ferienhaus der Safarnejads in der Provinz Gilan (von Anahita immer einfach liebevoll „Der Norden“ genannt). Es liegt idyllisch zwischen Reisfeldern und Bauernhäusern und wir machen noch einen abendlichen Spaziergang durch die Umgebung, wo wir immer wieder von Verwandten und Bekannten aufgehalten werden. Till und ich sind etwas geschafft und gehen früh schlafen, während Anahita noch mit ihren Cousins Feuer macht. ganzen Beitrag anzeigen

Trachten, Schmuggler und etwas zu viele Fragen in Kurdistan

Wir entscheiden uns recht schnell, nicht mehr Zeit im heißen Süden zu verbringen und nehmen den nächsten Flug nach Teheran, wo wir eine Nacht verbringen und dann mit einem außergewöhnlich luxuriösen Bus Richtung Kurdistan weiterfahren. Unsere erste Station ist Sanandaj, die Hauptstadt des iranischen Teils von Kurdistan. Man merkt sofort einen Unterschied in der Kultur, hauptsächlich durch die traditionelle Kleidung und die spittelreiche Dekoration in Restaurants. Viele Männer tragen extrem weite Pluderhosen, die außerordentlich bequem aussehen und sich offensichtlich auch auf den Laufstil auswirken. ganzen Beitrag anzeigen

Hormuz Island

Die Klimaanlage im Nachtzug beschert mir eine Erkältung, was den weiteren Transfer von Bandar Abbas (wo der Zug ankommt) nach Hormuz etwas anstrengend macht. Das Klima an der Küste ist komplett anders als im Landesinneren. Die Temperaturen sind zwar wie in Yazd (irgendwas zwischen 38 und 40 Grad), aber durch das verdunstende Wasser ist die Hitze fast tropisch feucht, weshalb man spätestens nach einer Minute am ganzen Körper tropft und klebt. ganzen Beitrag anzeigen

Yazd

Wir fahren per Anhalter nach Yazd. Also nicht ganz, erst mal müssen wir aus Abyaneh mit dem Taxi zur Hauptverkehrsstraße kommen. Dann braucht es vier Autos bis wir in die Nähe der Stadt kommen, von wo aus wir wieder ein Taxi nehmen – allerdings müssen wir nie länger als fünf Minuten in der brütenden Hitze warten, bis wir vom Nächsten mitgenommen werden. ganzen Beitrag anzeigen

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