Category: Montenegro

EU-Außengrenze und die Last-Minute-Fähre nach Bella Italia

Wir wollen von Montenegro aus übers Wasser nach Italien, um dort noch kurz das Dolce Vita zu genießen und eine andere Strecke nach Berlin zurückzufahren, als wir gekommen sind. Schon bei der Ankunft am Busbahnhof in Kotor ist zu erkennen, dass es hier etwas weniger strukturiert abläuft als anderswo in Europa. Es gibt keine Anzeigetafel oder sonstige Information, nur einen extrem entnervten Koordinator, der mit den Busfahrern telefoniert und die eingefahrenen Busse ausruft. Er weiß über Unseren auch nur, dass er Verspätung hat, aber eine Zeitangabe gibt es nicht. Es werden anderthalb Stunden, was uns etwas nervös werden lässt, aber nach meiner Rechnung haben wir immer noch zwei Stunden Puffer in Dubrovnik, bis unsere Fähre abfährt – und Google Maps rechnet den Stau an der Grenze ja schon ein, außerdem ist der Busbahnhof fünf Gehminuten vom Fährhafen entfernt. Sollte also alles klappen. Da haben wir die EU-Außengrenze aber mächtig unterschätzt. ganzen Beitrag anzeigen

Per Zug, Bus und Anhalter durch Montenegro

Für mich als alten Zug-Fetischisten ist die 11-stündige Fahrt nach Montenegro eine wahre Freude. Wir sitzen in alten Waggons der Deutschen Reichsbahn, jeder von ihnen hat eine andere Ästhetik und es gibt einen Speisewagen, in dem fleißig geraucht und Kaffee getrunken wird. Die Mitarbeiter verstehen offensichtlich meine Euphorie nicht so ganz und warum ich da jetzt ständig mit der Kamera rumrenne sowieso nicht. Nachdem nur eine Stunde von Belgrad entfernt erst mal die Lok getauscht wird, weil die alte kaputt ist, geht es durch Täler und Tunnel auf den Weg nach Süden. Ungefähr ein Viertel der Strecke verläuft im Tunnel, was auf der einen Seite schade ist, aber auf der anderen Seite auch ziemlich faszinierend, wenn man darüber nachdenkt, was der Bau dieser Strecke mal für ein Mammutprojekt gewesen sein muss. Die Grenzkontrolle nimmt wieder mal ganz schön viel Zeit in Anspruch und durch einen kleinen Denkfehler (Montenegro hat den Euro, also muss es ja in der EU sein, oder?) sind wir mit einer kurzen Google-Anfrage auf dem Handy direkt mal 45€ ärmer. Montenegro ist nämlich in der teuersten Roaming-Kategorie „Welt 3“, also derselben Zone wie beispielsweise Afghanistan, Mosambik oder Papua-Neuguinea… Verstehe das, wer wolle. ganzen Beitrag anzeigen

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