Category: Europa

Festivalfieber in Asolo und ein Mini-Roadtrip durch Venetien

Vor einigen Monaten hatte ich eine Mail in meinem Postfach, ob ich meine Videos „Pictures of South East Asia“ und „30 Years After“ beim Fantadia-Festival zeigen möchte. Ich sage zu (es gibt ja nichts zu verlieren) und entscheide relativ spontan, dass ich eigentlich auch selbst kommen könnte. Gesagt, getan – ich buche die Flüge und ein Mietauto, eine Unterkunft stellt das Festival. Bei der Ankunft am Flughafen wird das vermeintlich spottbillige Mietauto erst mal um ein dreifaches teurer, weil das Transaktionslimit auf meiner Kreditkarte nicht für die Kaution reicht und ich deshalb gezwungen werde, für 100€ eine Versicherung abzuschließen. Meine Laune ist etwas getrübt, aber da ich nichts daran ändern kann, lenke ich meine Gedanken lieber wieder auf positive Dinge, zum Beispiel Essen. Nach vier Wochen Iran ist ein bisschen Abwechslung sehr willkommen und die Pizzeria auf dem Weg nach Asolo hat gute Preise und schmeckt. ganzen Beitrag anzeigen

Tschernobyl (mit Video)

Wir machen eine private Tour durch die Sperrzone von Tschernobyl und es ist definitiv die beste Entscheidung, ein paar Euro mehr im Vergleich zu einer öffentlichen Tour in die Hand zu nehmen. Unser Guide holt uns um acht am Hostel in Kiew ab und wir fahren mit dem Bus erst mal zwei Stunden bis zum ersten Checkpoint zur 30km-Sperrzone. In dieser Zone 2 herrscht an den meisten Stellen keine höhere Strahlenbelastung mehr als in Kiew und es wohnen noch einige Menschen hier – größtenteils einsame alte Leute, die nie weggezogen sind und nach wie vor ganz normal ihr Gemüse anbauen und ihre Tiere halten. Die Zone 1, die im Umkreis von 10km um den Reaktor ist, wird allerdings nie wieder bewohnbar sein. Die Strahlenbelastung in der Luft ist dort nicht höher als auf einem normalen Langstreckenflug, aber der Boden, die Gewässer und die Gebäude sind stark kontaminiert. ganzen Beitrag anzeigen

Wandern in den Berchtesgadener Alpen

Johanna und ich treffen am Montag Nachmittag in München auf Kristina, die gerade mit dem Zug aus Würzburg kommt. Die Weiterfahrt ist hochkompliziert dank einem ausgefallenen Zug („Der Zug fällt aus. Uns liegen hierzu leider keine weiteren Informationen vor“) und zwei Schienenersatzverkehrsbussen, aber wir werden mit einem wunderschönen Königssee zum Abend-Picknick belohnt. Ringsherum ist ein ziemlicher Zirkus und alles sieht ein bisschen aus wie Disneyland, umso glücklicher sind wir darüber, dass die Hauptsaison noch nicht begonnen hat. Wir schlafen auf einem eher hässlichen Campingplatz, der seine Daseinsberechtigung nur durch seine Lage am Königssee hat.  ganzen Beitrag anzeigen

Silvester in Istanbul

Der Bus erreicht Istanbul am 30. Dezember mit zwei Stunden Verfrühung um 6 Uhr. Ich brauche eine kurze Weile, um wieder zu erwachen, helfe den Mitreisenden noch mit meiner Offline-Karte und laufe dann zu meiner Unterkunft. Auf den Straßen ist noch wenig los, nur einige Männer schieben Waren auf Sackkarren von A nach B. Ich werde von einem freundlichen Rezeptionisten empfangen, der zwar kein Wort Englisch spricht und auch nichts davon weiß, dass ich per Mail zumindest auf meine ohnehin schon verfrühte Ankunft hingewiesen habe, mich aber (weil mein gebuchtes Zimmer noch belegt ist) in eine Art „Notfallzimmer“ bringt, wo ich noch mal drei Stunden schlafen kann. ganzen Beitrag anzeigen

Mit dem Zug gen Istanbul

Die Bilder in diesem Beitrag sind mit einer Leica M6 entstanden, deren Innenbelichtungsmesser – wie ich nachher erfahren musste – kurz vor der Reise kaputt gegangen ist. Deshalb sind fast alle schrecklich unterbelichtet und dieser Artikel enthält sehr viel weniger Fotos, als gedacht – nämlich diejenigen, auf denen man zumindest etwas erkennt. Farbfotos: Fuji Velvia 100. Schwarzweißfotos: Agfa Scala push auf 1600. Objektiv: Voigtländer Nokton 35mm 1.2.

Tag 1 – Start

Mit dem Zug einmal quer durch Osteuropa (mit Zwischenstopp in Belgrad) und dann in Istanbul mit Johanna, Berni und Laura zusammentreffen, um den Jahreswechsel zu zelebrieren – das ist der Plan. Der Zug ab Dresden hat schon starke Verspätung, irgendwas mit einer defekten Bremsanlage oder so. Die Bahnangestellten scheinen sich gern gegenseitig die Verantwortung zuzuschieben, denn als ich den Schaffner auf deutscher Seite frage, ob der Anschlusszug in Prag wartet, sagt dieser nur „das müssen Sie dann mit den Tschechen klären“ und hinter der Grenze wird mit einer Durchsage klargemacht, dass der Zug verspätet ist, weil er schon verspätet aus dem Ausland kam. Aha, danke. Somit habe ich dann einen kurzen Zwangsaufenthalt in Prag, der sich bei frühlingshaftem Wetter aber durchaus aushalten lässt. ganzen Beitrag anzeigen

Gefangen im ewigen Eis – Islands Norden im März 2014

Nachdem wir ein paar Tage bei Unnur in Kópavogur und Reykjavík verbracht und bei grausigem Wetter die Naturwunder rund um die Hauptstadt begutachtet haben, fahren wir gen Norden, um dort im Sommerhaus von Unnurs Familie zu hausen. Es hat einen Grund, warum es ein Sommerhaus ist, aber dazu später mehr.  ganzen Beitrag anzeigen

Schweden im Bewegtbild

Drei Wochen waren wir in Skåne, Småland, Öland, Stockholm, Dalarna und Bohuslän unterwegs. Das haben wir gesehen.

 

Kamera: Sony A7s @ S-LOG2.
Stabilität: Nebula 4000 & Cullmann Magnesit 522 mit Manfrotto 500AH Videostativkopf.
Objektive: Canon FD 35mm 2.8, 50mm 1.4, 300mm 4.0, Sony FE 28-70mm 3.5-5.6 OSS.
Meikon A7 Unterwassergehäuse.
Software: Adobe Premiere CC, After Effects CC.

Musik: „Crimson Hope“ von TOLO.

Skåne

Nach einer recht kurzen Nacht auf den harten Plastikstühlen der Autofähre fahren wir irgendwo zwischen Trelleborg und Ystad rechts ran, um im nebligen Morgengrauen auf den zurückgelehnten Autositzen noch mal zwei, drei Stunden zu schlummern. Wie in einem dunkelgrauen Auto nicht anders zu erwarten, werden wir zwischen acht und neun von der Sonne herausgekitzelt und machen Frühstück am doch sehr ansehnlichen und angenehm ruhigen Strand. Danach statten wir der kleinen, aus der Krimiserie Wallander bekannt gewordenen Stadt Ystad einen kurzen Besuch ab, aber hauptsächlich um Geld abzuheben und schwedische Kekse zu kaufen. Gegen frühen Nachmittag kommen wir in das Dorf Skillinge, welches mir in der Woche zuvor ein gebürtiger Schwede empfohlen hat, der über eBay Kleinanzeigen einen Teppich von mir erstanden hat. Es ist wirklich äußerst nett dort, es gibt einen kleinen Hafen mit Segelbooten und typische schwedische Häuser mit unendlich liebevoll gestalteten Gärten. Wir machen – wie die kommenden drei Wochen fast jede Nacht – Gebrauch vom Jedermannsrecht, schlagen unser Zelt am Strand auf, kochen Nudeln und gehen relativ früh schlafen.  ganzen Beitrag anzeigen

Die gute alte Sächsische Schweiz…

…im Herbst ist sie doch am schönsten. Deshalb nehme ich mir zwei Tage frei und gehe von Sonntag bis Dienstag wandern. Die ersten Stunden mit Johanna, dann alleine, dann stößt Anton dazu. Dazwischen suche ich am ersten Abend die Bussardboofe im Dunkeln und finde sie nicht, deshalb steige ich den ganzen Weg wieder ab nach Schmilka und komme stattdessen in der „Quacke“ unter. Es ist sehr gemütlich da und letztendlich wohl die bessere Option als alleine zu boofen. Am nächsten Morgen tut mir alles weh, mein Rucksack ist mit dem großen Stativ und den Objektiven nicht das allerbeste Wandergepäck. Halb sechs steige ich den Weg zur heiligen Stiege wieder hoch und beobachte durch drei Augen den vernebelten Sonnenaufgang. Sehr schön.  ganzen Beitrag anzeigen

Islands Südküste im März 2014

Janis Brenizer

Hinweis: Alle Fotos in diesem Post sind von Camelicon Photography, da meine Kamera mit bewegten Bildern beschäftigt war.

Für viele Kurzurlauber (Kurzurlaub in Island, was für eine absurde Idee!) ist die Südküste der einzige Eindruck von Island. Für uns war es der einzige Eindruck in Farbe. Nach über einer Woche mit weißen Bergen, weißen Straßen, weißem Himmel und zwischenzeitlich einem weißen Hügel anstelle unseres Autos war die Landschaft im Süden also in unseren Augen vermutlich noch schöner, als sie sowieso schon ist. Und das will einiges heißen.  ganzen Beitrag anzeigen

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