Tag: Reisebericht (page 1 of 3)

Tarrafal und Ribeira da Prata

Meine Fahrt nach Tarrafal beginnt auf dem „Busbahnhof“ in Praia – einer Straße, an der unzählige Toyota-Kleinbusse aufgereiht sind, an denen unterschiedliche Ziele auf der Insel Santiago geschrieben stehen. Ich werde von einem Mann zu einem Bus geführt und setze mich rein. Zum Glück habe ich meinen großen Rucksack bei Kelber gelassen, sonst hätte ich vermutlich zwei Plätze bezahlen müssen – einen Kofferraum gibt es nämlich nicht. Ich warte noch eine knappe Stunde, bis der Fahrer den Bus endlich komplett voll bekommen hat – 15 Menschen plus Gepäck in einem Auto von der Größe eines VW Bully. Vielleicht könnte man das System auch optimieren, indem eine Abfahrts-Reihenfolge festgelegt wird. So setzen sich die Leute nämlich einfach willkürlich in einen der 20-30 Busse nach Tarrafal und warten darauf, dass andere es ihnen gleich tun. Das kann natürlich dauern, wenn die Auswahl so groß ist. ganzen Beitrag anzeigen

Hip Hop und Homestay in Praia

Ich habe im Vorfeld mit Kelber Monteiro auf Facebook geschrieben, welcher laut eigener Aussage der Produzent einiger junger Rapper in Praia ist und auch deren Musikvideos dreht. Ein wertvoller Kontakt, da ich hier mit dem Ziel bin, verschiedene Musiker dokumentarisch zu begleiten. Er freut sich sehr auf meine Ankunft, weil ich ihm dann Tipps für seine Videos geben kann – ich auf der anderen Seite freue mich sehr, dass ich bei ihm unterkommen und er mich an potentielle Protagonisten vermitteln kann. Eine Win-Win-Situation. ganzen Beitrag anzeigen

Ankunft auf den Kapverden – Boa Vista

Wenn man von Deutschland auf die Kapverden fliegt, gehen die günstigsten Flüge, und zwar mit relativ großem Abstand, nach Boa Vista – eine Insel, die außer Strand-Resorts auf den ersten Blick wirklich nicht viel zu bieten hat. Ich stelle kurz nach meiner recht spontanen Flugbuchung fest, dass meine naive Vorstellung, man könne einfach jederzeit eine Fähre von Insel zu Insel nehmen, überhaupt nicht zutrifft. Von Boa Vista beispielsweise gibt es aktuell gar keine Fähren und über die Mitfahrt auf Frachtschiffen findet man auch keine Erfahrungsberichte. Da mein Portugiesisch auch wirklich rudimentär ist und mir mehrere Einheimische, mit denen ich vorher auf Facebook und Couchsurfing schreibe, bestätigen, dass es eigentlich keine andere Möglichkeit gibt, buche ich für vier Tage später den ersten verfügbaren Flug nach Santiago Island. Aber nun erst mal zu meinen ersten Tagen auf Boa Vista… ganzen Beitrag anzeigen

Trachten, Schmuggler und etwas zu viele Fragen in Kurdistan

Wir entscheiden uns recht schnell, nicht mehr Zeit im heißen Süden zu verbringen und nehmen den nächsten Flug nach Teheran, wo wir eine Nacht verbringen und dann mit einem außergewöhnlich luxuriösen Bus Richtung Kurdistan weiterfahren. Unsere erste Station ist Sanandaj, die Hauptstadt des iranischen Teils von Kurdistan. Man merkt sofort einen Unterschied in der Kultur, hauptsächlich durch die traditionelle Kleidung und die spittelreiche Dekoration in Restaurants. Viele Männer tragen extrem weite Pluderhosen, die außerordentlich bequem aussehen und sich offensichtlich auch auf den Laufstil auswirken. ganzen Beitrag anzeigen

Hormuz Island

Die Klimaanlage im Nachtzug beschert mir eine Erkältung, was den weiteren Transfer von Bandar Abbas (wo der Zug ankommt) nach Hormuz etwas anstrengend macht. Das Klima an der Küste ist komplett anders als im Landesinneren. Die Temperaturen sind zwar wie in Yazd (irgendwas zwischen 38 und 40 Grad), aber durch das verdunstende Wasser ist die Hitze fast tropisch feucht, weshalb man spätestens nach einer Minute am ganzen Körper tropft und klebt. ganzen Beitrag anzeigen

Yazd

Wir fahren per Anhalter nach Yazd. Also nicht ganz, erst mal müssen wir aus Abyaneh mit dem Taxi zur Hauptverkehrsstraße kommen. Dann braucht es vier Autos bis wir in die Nähe der Stadt kommen, von wo aus wir wieder ein Taxi nehmen – allerdings müssen wir nie länger als fünf Minuten in der brütenden Hitze warten, bis wir vom Nächsten mitgenommen werden. ganzen Beitrag anzeigen

Kashan, Meteoritenschauer in der Wüste & Abyaneh

Wir fahren von Teheran mit dem Zug nach Kashan, aber erst mal müssen wir mit dem Taxi quer durch die Stadt zum Hauptbahnhof. Das kostet, genau wie der Zug, irgendwas zwischen drei und vier Euro. Wir haben von Anahitas Mutter noch eine Flasche unseres neuen Lieblingsgetränks Tokhme Sharbati bekommen, das ist Wasser mit Basilikumsamen, Sharbat (einer Art Sirup) und Zitronensaft. Der Bahnhof ist recht modern und mit allerhand Sicherheitsvorkehrungen ausgestattet. Als erstes müssen wir unseren Pass der Polizei vorlegen und Anahita muss (wie so oft) ihr Verhältnis zu uns erklären. Dann müssen wir an einer anderen Stelle unsere Tickets vorzeigen und werden zu einem Drehkreuz geleitet, das direkt unserem Gleis zugehörig ist. ganzen Beitrag anzeigen

Teheran

Tag 1

Till und ich landen pünktlich zum Sonnenaufgang in Teheran und es sind noch recht angenehme Temperaturen unter 30 Grad. Anahita empfängt uns mit dem Auto ihrer Mutter und wir fahren etwa eine Stunde zu ihr, wo wir erst mal ein leckeres persisches Frühstück bekommen (flaches Brot mit Sesam und Gewürzen, Omelette mit pürierten Tomaten und einen Brotaufstrich aus Feigen und Nüssen). ganzen Beitrag anzeigen

Bhaktapur, Dhulikhel und Namo Buddha

Von Sauraha ist es ein achtstündiger Höllenritt zurück nach Kathmandu (für 170 Kilometer, wohlgemerkt). Die Straßenverhältnisse lassen Laos und Kambodscha paradiesisch aussehen, ständig hüpft man auf dem Sitz und es fahren außerdem ein paar Prachtexemplare von Kakerlaken als blinde Passagiere mit. Dafür lerne ich während der Fahrt Maxi aus Österreich kennen, der am selben Tag wie ich zurückfliegt und den ich überzeugen kann, dass es unsinnig ist, die letzten Tage im stressigen Kathmandu zu verbringen. Wir laufen also nach der Ankunft zu den öffentlichen Bussen und nehmen einen nach Bhaktapur. Es kostet uns etwa 20 Cent pro Person und kurz nach Sonnenuntergang sind wir dann in der alten Hauptstadt, für die man $15 Eintritt zahlt, der zum Aufbau und zur Instandhaltung der Stadt genutzt wird – das ist jetzt nach dem Erdbeben wichtiger denn je. ganzen Beitrag anzeigen

Damdame und Panchase – Village Homestay und wandern in den Vorhügeln des Himalaya

Tag 1 – Ankunft in Damdame

Rabindra ist der Organisator des Damdame Homestay, seine Familie sind die Gastgeber. Ich treffe mich mit ihm mittags an der Haltestelle für die öffentlichen Busse in Pokhara. Ich habe mein Gepäck auf den kleinen Rucksack minimiert und nun soll es für ein paar Tage in die dörfliche Idylle gehen. Der Plan war eigentlich, dass wir mit dem Bus so weit fahren, wie wir kommen und den Rest laufen, aber Rabindra hat sich ein Motorrad geliehen und nimmt mich darauf mit. Damdame liegt sehr schön, mitten in hügeligen Reisterassen, von denen man leider auf Grund des dunstigen Wetters nicht allzu viel sieht. So ziemlich alles, was hier verzehrt wird, stammt aus eigenem Anbau. Dar Kumari – oder auch einfach Ama – ist die Mutter des Hauses und der Village Chief. Sie heißt mich mit einem süßen Tee und ein paar Momos willkommen. ganzen Beitrag anzeigen

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